< NICHT JEDER FÜHRERAUSWEISENTZUG IST VORBEHALTLOS ZU AKZEPTIEREN
21.09.2018 16:00 Alter: 27 Tage

DIE KRUX MIT DEN PATIENTENVERFÜGUNGEN

Patientenverfügungen werden oft nicht beachtet und erweisen sich als nutzlos. DIES MUSS NICHT SEIN. Zu einem ausreichenden Vorsorgepaket gehört neben dem Testament und dem Vorsorgeauftrag eine aussagekräftige Patientenverfügung.


Seit dem 1. Januar 2013 sind die neuen Regelungen (Art. 360 ff. ZGB) zum Erwachsenenschutz in Kraft. Sie bestimmen, was zum VORSORGEAUFTRAG zu beachten ist, sie stellen Regeln auf betreffend PATIENTENVERFÜGUNG und sie regeln die VERTRETUNG DURCH EHEPARTNER UND EINGETRAGENE PARTNER/INNEN. 

Dies alles für den Fall, dass eine mündige Person - aus welchem Grund auch immer - die Urteilsfähigkeit verlieren sollte und damit nicht mehr für sich handeln kann. Dies kann Jung und Alt jederzeit gleichermassen und aus verschiedenen Gründen treffen (Unfall oder Krankheit). 

Das Konzept des Gesetzgebers basiert darauf, dass vorab mit einem Vorsorgeauftrag eine Person bestimmt werden kann, die die Personensorge, Vermögenssorge und die Rechtsvertretung übernimmt. Damit wird diese Person legitimiert für den Urteilsunfähigen zu handeln.

Aussagen zur Personensorge, insbesondere zur Frage, zu welchen medizinischen Massnahmen eine Person, die nicht mehr für sich handeln kann, zustimmt oder nicht, werden regelmässig im Dokument PATIENTENVERFÜGUNG gemacht. Erfahrungen der letzten 5 Jahre zeigen aber auf, dass solche Patientenverfügungen oft nicht beachtet werden, womit sie sich als nutzlos erweisen. 

Dem kann Abhilfe geschaffen werden. 

Gibt man im Internet das Wort Patientenverfügung ein, so findet sich eine grosse Zahl an verschiedenen Musterformularen, die man teils unengeltlich, teils gegen Gebühr herunterladen, bestellen und ausfüllen kann. Betrachtet man diese Formulare, so stellt man fest, dass sie oft sehr oberflächlich ausgestaltet sind, und entsprechende Angaben darin tatsächlich für die Ärzte und die Person, die mit den Ärzten über Massnahmen entscheiden soll, Probleme darstellen. Wichtig bei Patientenverfügungen sind klare Aussagen über persönliche Werte, konkrete medizinische Massnahmen zu verschiedenen Situationen und nicht nur auf's Lebensende fokussiert. Solche Anordnungen müssen zudem medizinisch umsetzbar sein. Ebenfalls zentral ist, dass die Person, die eine solche Patientenverfügung ausfüllt, diese auch mit der - mit dem Vollzug beauftragten Person - detailliert bespricht, damit diese richtig instruiert ist und den Willen wirkungsvoll vertreten kann. Zudem muss die Patientenverfügung regelmässig überprüft und erneuert werden, damit sie aktuell bleibt.

In meiner Kanzlei verfüge ich über ein Formular für Patientenverfügungen, die diese Anforderungen erfüllt und ich berate Sie gerne über das wirkungsvolle Ausfüllen dieses Dokumentes. Die Patientenverfügung ist bei mir zudem nur ein Dokument im gesamten Dossier VORSORGE. Daneben empfehle ich nämlich auch einen Vorsorgeauftrag und  ein Testament abzufassen. Auch dabei kann ich Sie gerne unterstützen.

Sorgen sie vor, bevor sich grössere Sorgen einstellen. 

Gerne helfe ich Ihnen dabei weiter. 

RA lic. iur. Markus Braun

 

 

 



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